Dialog mit wem?

Wir wollten, daß alle interessierten Kressbronner in der Lage sind, mit unserem Gemeinderat über die Details der geplanten Bebauung des Bodanwerftgeländes einen Dialog führen zu können, damit auf dieser großen Fläche etwas entstehen kann, was zu Kressbronn passt.

Für diesen Dialog hatten wir 10 Wünsche formuliert. 
1. Wir wünschen uns,  daß der Gemeinderat erkennt, daß wir als Bürgerarbeitsgruppe im Sinne des von ihm eingesetzten Bürgerforums agieren, nämlich als Sprachrohr der Bürgerschaft den Brückenschlag zum Gemeinderat hin herzustellen und dies vor allem bei wichtigen, die Gesamtbürgerschaft angehenden Themen.
2. Wir wünschen uns, daß der Gemeinderat dabei wahrnimmt,  daß auch wir für diese Gemeinwohlaufgabe unsere Kraft und unsere Zeit unentgeltlich einsetzen, ähnlich wie er selbst.
3. Wir wünschen uns, daß unser gemeinsames Handeln von demokratischem  Bewußtsein getragen ist, daß dieses sich aber nur als tragfähig erweist, wenn es lebendig ist und auf Wechselbeziehung zwischen Bürgern und den Gemeinderäten  beruht.
4. Wir wünschen uns, daß dieses Bewußtsein vor allem getragen wird durch den Dialog und die Transparenz des Handelns, durch Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Der Dialog beginnt beim Zuhören und gegenseitigen Wahrnehmen auf Augenhöhe.
5. Wir wünschen uns,  daß alle Beteiligten erkennen, daß dieses Wechselprinzip von unten nach oben und umgekehrt immer sachlich und konstruktiv begleitet von fachlichen Erkenntnissen erfolgt, daß auch erkannt wird, daß wir uns als Arbeitsgruppe intensiv darum bemühen.
6. Wir wünschen uns, daß von allen erkannt wird, daß es bei dem Miteinander nicht um Macht und Entscheidungskompetenz geht, sondern um einen gemeinsamen Weg zum Nutzen des Ortes und der Bürgerschaft.
7. Wir wünschen uns, daß in diesem Sinne auch begriffen wird, daß wir dem Gemeinderat nicht die Entscheidungsbefugnis streitig machen wollen, sondern ihn stärken wollen im Blick auf seine Aufgabe und seine Verantwortung für die Bürgerschaft.
8. Wir wünschen uns, daß wir uns zukünftig in direkten und auch spontanen Gesprächen austauschen können und dazu nicht schriftlicher Stellungnahmen bedürfen.
9. Wir wünschen uns, daß die Gemeinderäte wahrnehmen, daß auch wir anonyme Briefe etc. nicht gutheißen, daß aber auf der anderen Seite auch erkannt wird, daß viele Reaktionen der Bürger viele Emotionen und Aggressionen auf die fehlende Gesprächsbereitschaft und das fehlende Aufeinanderzugehen zurückzuführen sind.
10. Wir wünschen uns, daß wir mit diesen Erkenntnissen im verständnisvollen Miteinander und Gedankenaustausch und nicht im Gegeneinander die vor uns liegende Jahrhundertaufgabe angehen können.
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091211